Ob sich an dieser Haltestelle künftig auch Menschen für ein erstes Date begegnen werden, das wissen wir nicht. Was wir jedoch mit Sicherheit sagen können: Seit dem 1. September ist mit dem erfolgreichen Umbau der Bushaltestelle in Rudolstadt-Schwarza der barrierefreie Rahmen entstanden, damit sich künftig mindestens zwei Busse für ein Rendezvous dort treffen können.
Genau diese vermeintlich schmale Randnotiz ist die entscheidende Voraussetzung für eine bessere mobile Erreichbarkeit in einer angemessenen Taktung im Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg sowie im gesamten Landkreis.
Das steckt dahinter.
Mit dem Umbau der Haltestelle in der Saalfelder Straße von Schwarza ist seit September genügend Platz vorhanden, damit sich Busse verschiedener Verkehrslinien zur gleichen Zeit treffen können. Fahrgäste aus unterschiedlichen Richtungen erhalten somit die Chance, von einer Linie auf eine andere umzusteigen und dafür nicht mehr als 15 Minuten zu warten. Das bringt mit Blick auf Takt- und Erreichbarkeit im Kreis gleich zwei Vorteile: Zum einen vergrößert sich für ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer die Reichweite, es können mehr Ziele in einer bestimmten Zeit erreicht werden. Zum anderen entsteht durch die abgestimmten Rendezvous zweier Busse eine engere Taktung, Wartezeiten werden somit verkürzt oder entfallen komplett – ÖPNV-Nutzerinnen und -Nutzer kommen somit schneller an ihr Ziel.
Mit der Rendezvoushaltestelle Dreiklang eröffnen wir nicht einfach eine neue Bushaltestelle. Wir schaffen einen modernen und barrierefreien Verkehrsknoten, der Rudolstadt, Saalfeld und Bad Blankenburg künftig noch enger miteinander verbindet und damit ein wichtiges Stück Mobilität der Zukunft im Städtedreieck Wirklichkeit werden lässt.
Der Umbau der Haltestelle „Dreiklang“ in Rudolstadt-Schwarza zeigt exemplarisch, wie mit Hilfe derartiger infrastruktureller Maßnahmen die Basis für mehr Erreichbarkeit geschaffen wird. Sie ist damit zugleich ein wichtiger Bestandteil in der Verwirklichung des Integralen Taktfahrplanes (ITF). Diesen erarbeiten wir als LEG Thüringen mit unseren Expertinnen und Experten der Stadt- und Regionalentwicklung und weiteren Partnern und Fachleuten im Auftrag des Thüringer Infrastrukturministeriums seit 2011. Im ITF erfasst seitdem, wie dicht das Netz an Strecken in Thüringen und vor allem in ausgewählten Modellregionen ist und in welchem Takt und mit welchen Anschlussmöglichkeiten die Verbindungen schlau genutzt werden können, um die Erreichbarkeit für Thüringer und Thüringerinnen vor allem im ländlichen Raum zu verbessern.

















