Betrieblicher Pflegekoffer Thüringen
Wissen und Unterstützung rund um Beruf und Pflege
Die Pflege eines Angehörigen bringt häufig neue Herausforderungen mit sich. Gleichzeitig müssen berufliche Verpflichtungen bewältigt werden. Der Betriebliche Pflegekoffer Thüringen unterstützt Beschäftigte mit Pflegeverantwortung sowie Arbeitgeber dabei, Beruf und Pflege besser miteinander zu vereinbaren.
Dabei bündelt der Betriebliche Pflegekoffer Thüringen wichtige Informationen, Orientierungshilfen und Unterstützungsangebote rund um das Thema Pflege. Beschäftigte erhalten Antworten auf Fragen, die sich bei Eintritt eines Pflegefalls ergeben. Arbeitgeber finden Anregungen und Instrumente für eine pflegesensible Unternehmenskultur und eine nachhaltige Fachkräftesicherung.
Der Betriebliche Pflegekoffer auf einen Blick
- Bündelung wichtiger Informationen für Beschäftigte mit Pflegeverantwortung
- Unterstützung bei der Gestaltung einer pflegesensiblen Unternehmenskultur
- Erleichterung der Umsetzung einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Zeitersparnis durch kompakt aufbereitete und praxisnahe Informationen
- Verweis auf regionale und überregionale Beratungs- und Unterstützungsangebote
- Regelmäßige Aktualisierung der Inhalte
Erste Informationen und Unterstützungsangebote
Auf der Internetseite des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie finden Sie einen Überblick zu Kontakt- und Beratungsstellen sowie Hinweise zu Leistungsangeboten der gesetzlichen Pflegeversicherung und rechtlichen Regelungen.
Informationen für Arbeitgeber
Wie können Sie als Arbeitgeber Beschäftigte mit Pflegeverantwortung unterstützen?
Mit dem Betrieblichen Pflegekoffer Thüringen stellen Sie Ihren Beschäftigten verlässliche Informationen rund um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zur Verfügung und stärken gleichzeitig Ihre Arbeitgeberattraktivität.
Fachkräfte binden
Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen stärkt die Mitarbeiterbindung.
Orientierung bieten
Kompakt aufbereitete Informationen sparen Zeit für Führungskräfte und Personalverantwortliche.
Unternehmenskultur stärken
Pflegesensible Unternehmen werden als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen.
Ausfallrisiken reduzieren
Frühe Unterstützung hilft dabei, ungeplante Fehlzeiten zu vermeiden.
Praxistipps für Arbeitgeber
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Warum sollten sich Unternehmen mit dem Thema Pflege beschäftigen?
Immer mehr Beschäftigte übernehmen Verantwortung für die Pflege oder Unterstützung von Angehörigen. Neben der eigentlichen Pflege gehören dazu häufig Arztbesuche, Behördengänge, organisatorische Aufgaben oder die Begleitung im Alltag.
Diese zusätzlichen Aufgaben müssen mit den Anforderungen des Berufs in Einklang gebracht werden. Für Unternehmen gewinnt das Thema deshalb zunehmend an Bedeutung. Schätzungen zufolge übernehmen in vielen Betrieben rund 20 Prozent der Beschäftigten Pflege- oder Unterstützungsaufgaben im familiären Umfeld.
Wer Beschäftigte in dieser Lebensphase unterstützt, stärkt die Mitarbeiterbindung, reduziert Ausfallrisiken und leistet einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung.
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Wo finden Arbeitgeber praxiserprobte Informationen und Beispiele?
Das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“, eine Initiative des Bundesfamilienministeriums und der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), bietet Publikationen, Praxisbeispiele und Veranstaltungen für Unternehmen an.
Die Broschüre „Pflegende Beschäftigte brauchen Unterstützung“ zeigt, vor welchen Herausforderungen pflegende Beschäftigte stehen und welche Unterstützungsmaßnahmen Unternehmen verschiedener Branchen und Größen erfolgreich umsetzen.
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Wie unterstützt Familienfreundlichkeit die Fachkräftesicherung?
Eine familien- und lebensphasenorientierte Unternehmenskultur wird für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften immer wichtiger. Beschäftigte identifizieren sich stärker mit ihrem Arbeitgeber, wenn dieser sie in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützt.
Praktische Anregungen für die Entwicklung einer familienfreundlichen Unternehmenskultur bietet die Broschüre „Gestalten Sie Ihre Unternehmenskultur familienfreundlich“.
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Was unterscheidet die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie?
Die Pflege von Angehörigen stellt Beschäftigte häufig vor besondere Herausforderungen:
- Pflegebedürftigkeit tritt oft kurzfristig und unerwartet ein.
- Lösungen müssen innerhalb kurzer Zeit organisiert werden.
- Dauer und Umfang der Pflegesituation sind meist schwer planbar.
- Viele Betroffene stehen unter einer hohen psychischen und körperlichen Belastung.
Deshalb benötigen Beschäftigte häufig andere und flexiblere Unterstützungsangebote als in anderen familiären Lebensphasen.
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Welche familienfreundlichen Maßnahmen helfen auch pflegenden Beschäftigten?
Viele Maßnahmen, die Unternehmen bereits zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie anbieten, unterstützen auch Beschäftigte mit Pflegeverantwortung.
Dazu zählen insbesondere:
- Flexible Arbeitszeiten
- Teilzeitmodelle
- Mobiles Arbeiten oder Homeoffice
- Individuelle Lösungen bei Arbeitszeit und Arbeitsorganisation
- Verständigungs- und Vertretungsregelungen im Team
Entscheidend ist, gemeinsam mit den Betroffenen individuelle Lösungen zu finden, die sowohl den betrieblichen Anforderungen als auch der Pflegesituation gerecht werden.
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Welche gesetzlichen Freistellungs- und Arbeitszeitregelungen gibt es?
Das Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und das Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) ermöglichen Beschäftigten, ihre Arbeitszeit zeitweise zu reduzieren oder sich für die Pflege von Angehörigen freistellen zu lassen.
Die gesetzlichen Regelungen sollen die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege erleichtern und bieten sowohl kurzfristige als auch längerfristige Unterstützungsmöglichkeiten.
Überblick zu rechtlichen Regelungen und weiteren Unterstützungsmöglichkeiten
Für Unternehmen bieten diese Regelungen die Möglichkeit, qualifizierte und erfahrene Beschäftigte auch während herausfordernder Pflegesituationen langfristig im Betrieb zu halten.
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Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es über die gesetzlichen Regelungen hinaus?
Angesichts der durchschnittlichen Pflegedauer von 8 Jahren decken die gesetzlichen Regelungen nur einen Zeitabschnitt ab. Der Gefahr, pflegende Beschäftigte aufgrund einer fortwährenden Pflegesituation als Mitarbeiter/-innen zu verlieren, begegnen Sie am besten durch frühzeitige Maßnahmen, die in Gesprächen immer wieder der sich ändernden Situation angepasst werden müssen. Ziel sollte hierbei sein, die Gesundheit und die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeitenden möglichst gut und lange zu erhalten.
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Wie können Betriebliche Pflegelotsen im Unternehmen unterstützen?
Betriebliche Pflegelotsinnen und Pflegelotsen sind geschulte Ansprechpersonen im Unternehmen. Sie können durch Erstgespräche mit betroffenen Kolleginnen und Kollegen und der Weitergabe von Informationen zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege beitragen, ungeplante Ausfälle reduzieren und die Mitarbeiterbindung erhöhen.
Mit dem kostenfreien Angebot der ThAFF „Betriebliche Pflegelotsen: Einstieg und Orientierung“ erhalten interessierte Beschäftigte ein kompaktes Basiswissen zu den Rahmenbedingungen von Beruf und Pflege sowie Hinweise zur weiteren selbstständigen Wissensvertiefung.
Hinweis: Betriebliche Pflegelotsen leisten keine professionelle Pflegeberatung gemäß § 7a SGB XI.
Zum Angebot „Betriebliche Pflegelotsen: Einstieg und Orientierung“
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Welche Rolle spielen Führungskräfte?
Führungskräfte haben eine Schlüsselrolle bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege.
Sie schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Beschäftigte ihre Situation offen ansprechen können. Nur wenn Verständnis, Vertrauen und Wissen über die besonderen Herausforderungen pflegender Angehöriger vorhanden sind, können gemeinsam tragfähige Lösungen gefunden werden.
Unser Service für Sie
Die Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung (ThAFF) unterstützt Unternehmen bei der Gestaltung einer familienfreundlichen und pflegesensiblen Unternehmenskultur.
Dazu gehören:
- Informationen und Impulse zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Veranstaltungen und Weiterbildungsangebote
- Digitale Unterstützungsangebote
- Erfahrungsaustausch und Vernetzung
- Individuelle Beratung und Austausch
So können Unternehmen eine Unternehmenskultur entwickeln, die Beschäftigte in unterschiedlichen Lebensphasen unterstützt und gleichzeitig zur Fachkräftesicherung beiträgt.


Informationen für Beschäftigte
Pflegebedürftigkeit in der Familie – was nun?
Wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird, verändert sich der Alltag oft von heute auf morgen. Neben den emotionalen Belastungen müssen zahlreiche organisatorische, rechtliche und finanzielle Fragen geklärt werden.
Der Betriebliche Pflegekoffer unterstützt Sie dabei, sich zu orientieren und die nächsten Schritte zu planen. Er bietet Informationen zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege, Hinweise auf Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie praktische Tipps für Gespräche mit Ihrem Arbeitgeber.
Ziel ist es, Ihnen dabei zu helfen, Pflegeverantwortung und Beruf möglichst gut miteinander zu vereinbaren.
Was ist zu tun, wenn ein Pflegefall eintritt?
Pflegebedürftigkeit entsteht häufig unerwartet. Die folgenden Schritte helfen dabei, die Situation zu strukturieren:
Verschaffen Sie sich einen Überblick über wichtige Unterlagen der pflegebedürftigen Person (z. B. Krankenkasse, Hausarzt, vorhandene Vollmachten).
Beantragen Sie möglichst früh Leistungen der Pflegeversicherung bei der Krankenkasse der pflegebedürftigen Person.
Klären Sie mit Ihrem Arbeitgeber, ob kurzfristig eine Freistellung erforderlich ist, und suchen Sie das Gespräch zur weiteren Gestaltung Ihrer Berufstätigkeit.
Nutzen Sie die gesetzlich vorgesehene kurzzeitige Arbeitsverhinderung von bis zu zehn Arbeitstagen bei einer akuten Änderung der Pflegesituation.
Lassen Sie sich durch die Pflegeberatung der Krankenkasse beraten.
Bereiten Sie sich auf die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) vor und planen Sie die Anwesenheit zum Termin ein.
Dokumentieren Sie den Unterstützungsbedarf in einem „Pflegetagebuch“, z. B. für welche Tätigkeiten Hilfe benötigt wird und wie viel Zeit diese in Anspruch nehmen.
Prüfen Sie, welche Form der Unterstützung benötigt wird (Angehörige, ambulanter Pflegedienst oder stationäre Einrichtung). Ist die Pflege zu Hause nicht möglich, lassen Sie sich über geeignete stationäre Pflegeeinrichtungen informieren und beraten. Preisvergleiche sind ratsam.
Sind Wohnungsanpassung wie z. B. Türerweiterungen, Treppenlifte und Haltegriffe notwendig? Die Kosten werden von der Pflegekasse gestützt.
Beantragen Sie Hilfsmittel und besuchen Sie einen Pflegekurs.
Treffen Sie rechtzeitig Vorsorgeregelungen, beispielsweise durch eine Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung.
Wenn Pflege und Beruf gleichzeitig zum Alltag gehören
Viele pflegende Angehörige stehen vor der Herausforderung, berufliche Anforderungen und familiäre Verantwortung miteinander zu vereinbaren. Dabei gibt es keine Standardlösung. Wichtig ist, frühzeitig Unterstützung zu suchen und gemeinsam mit dem Arbeitgeber passende Lösungen zu entwickeln.
Gespräche mit Arbeitgeber und Führungskraft
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Warum sollte ich frühzeitig das Gespräch suchen?
Die Betreuung eines pflegebedürftigen Menschen erfordert Zeit und Flexibilität. Oft verändern sich Arbeitszeiten, Termine oder Verfügbarkeiten kurzfristig.
Je früher Ihre Führungskraft oder die Personalabteilung über die Situation informiert sind, desto besser können gemeinsam Lösungen gefunden werden.
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Wie bereite ich mich auf ein Gespräch vor?
Vor dem Gespräch sollten Sie überlegen:
- was Sie mit dem Gespräch erreichen wollen (Information, Signalisieren von Unterstützungsbedarf, gemeinsame Suche nach einer Vereinbarkeitslösung etc.)
- wie genau Ihre familiäre Pflege- bzw. Unterstützungssituation aussieht und
- wie diese Ihre Erwerbstätigkeit tangiert (zeitliche Auswirkungen, Sicherstellung Erreichbarkeit)
- welche Veränderungen oder Probleme Ihre Situation möglicherweise für das Unternehmen mit sich bringt
- ob und was an Ihren momentanen Arbeitsbedingungen kurz- oder langfristig angepasst werden müsste, damit Sie Pflege und Beruf in Einklang bringen können
- welche Lösungsvorschläge Sie Ihrer Führungskraft anbieten möchten
Hilfreich ist es außerdem, sich wichtige Punkte vorab zu notieren.
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Worauf sollte ich im Gespräch achten?
- Sprechen Sie über Ihre konkrete familiäre Situation und über Ihre Vorstellung einer möglichen Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Pflegeaufgaben. Bringen Sie Ihr Anliegen Punkt für Punkt an, benennen Sie Ihren Unterstützungsbedarf und formulieren Sie erste Vorschläge.
- Geben Sie Ihrem Gesprächspartner die Möglichkeit, Fragen zu stellen bzw. Anmerkungen zu machen.
- Vereinbaren Sie das weitere Vorgehen. Möglicherweise braucht Ihre Führungskraft Zeit, bevor er Ihnen einen Lösungsvorschlag unterbreiten kann.
- Vereinbaren Sie, wenn nötig, einen weiteren Gesprächstermin.
Freistellung und Arbeitszeitreduzierung
Für Beschäftigte mit Pflegeverantwortung bestehen verschiedene gesetzliche Möglichkeiten, die Arbeitszeit vorübergehend anzupassen oder sich freistellen zu lassen.
Dazu gehören insbesondere Regelungen aus dem Pflegezeitgesetz und dem Familienpflegezeitgesetz. Diese werden auf der Website und in Broschüren des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend erläutert.
Informationen zur Familienpflegezeit
Broschüre „Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“
Flyer „Bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“
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Wer hilft mir bei Fragen rund um Pflege?
Die erste Anlaufstelle ist in der Regel die Krankenkasse der pflegebedürftigen Person. Dort erhalten Sie Informationen zu Leistungen, Unterstützungsmöglichkeiten und Beratungsangeboten. Pflegeberaterinnen und Pflegeberater unterstützen dabei, passende Hilfen zu finden und notwendige Schritte einzuleiten.
Vor der persönlichen Kontaktaufnahme bieten die Internetportale der Kassen bereits zahlreiche Informationen zur Angehörigenpflege sowie einen Überblick über vorhandene Angebote wie Servicetelefone oder Online-Pflegeberater.
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Was leisten Pflegestützpunkte?
Pflegestützpunkte sind neutrale Beratungsstellen und bieten Versicherten der Pflegeversicherung und deren Angehörigen umfassende Informationen, unabhängige und kostenfreie Beratung und Begleitung rund um die Pflege. Dazu gehört neben der konkreten Hilfe, z. B. bei der Beantragung eines Pflegegrades, insbesondere auch die Unterstützung pflegender Angehöriger, mit der neuen Situation umzugehen.
Wie sieht die Unterstützung der Pflegeberatungsstellen konkret aus?
Hier erhalten Sie u.a. Informationen zu:
- allen Fragen der Pflegebedürftigkeit
- geeigneten Wohn- und Betreuungsformen
- örtlichen Versorgungsstrukturen (ambulante und stationäre Pflegeanbieter)
- Hilfsangeboten im Wohnumfeld
- Unterstützungsangeboten (Essen auf Rädern, Haushaltshilfen etc.)
- Möglichkeiten der Wohnraumanpassung
- Angeboten für Freizeit- und Aktivitätsgestaltung
- Hilfen für Angehörige (z. B. Pflegekurse)
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Welche weiteren Anlaufstellen gibt es in Thüringen?
In Abhängigkeit von den regionalen Gegebenheiten können Sie sich wenden an:
- Sozialämter, Bürger- und Seniorenbüros,
- gemeinnützige Verbände / Wohlfahrtsverbände (Caritas, Diakonie, DRK, AWO, Johanniter etc.) und
- Pflegedienstleister (ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen).
Eine Übersicht zu den bei Ihnen vor Ort vorhandenen Pflegedienstleistern und Betreuungsangeboten erhalten Sie in der Regel auf der Internetseite Ihrer Stadt oder Ihres Landkreises.
Weiterhin finden Sie auf dieser Webseite des Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie Informationen zu Kontakt- und Beratungsstellen, Pflegeunterstützungsleistungen und rechtlichen Regelungen.
Wo finde ich Unterstützung bei Demenz oder Alzheimer?
Viele pflegebedürftige Menschen sind (auch) demenziell erkrankt. Diese Pflege gilt als besonders herausfordernd. Wissen über die Erkrankung und die daraus resultierenden Verhaltensweisen des Pflegebedürftigen können den Alltag erleichtern. Hierzu gibt es besondere Angebote.
Informationen, Beratung und Unterstützung bieten:
Thüringer Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie
Alzheimer Gesellschaft Thüringen
Deutsche Alzheimer Gesellschaft
Bundesministerium für Gesundheit
Warum sind Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung wichtig?
Vorsorgeregelungen helfen dabei, in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Sie erleichtern Entscheidungen und schaffen Klarheit für Angehörige.
Gerade im Zusammenhang mit Pflegebedürftigkeit sind Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung wichtige Instrumente. Da es sich um sehr individuelle Regelungen mit weitreichenden juristischen Folgen handelt, sind fundierte Informationen besonders wichtig.
Informationsmaterial, Checklisten und Formulare:
- Die Veröffentlichung des Landesseniorenrates Thüringen (LSR) „Informationen, Alltags- und Vorsorgeregelungen für Lebenssituationen im Alter“ fasst das umfangreiche Thema Vorsorge und Betreuung zusammen, gibt praktische Hinweise und stellt Checklisten und Formulare bereit.
- Broschüren vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz zur Patientenverfügung und zum Betreuungsrecht
- Formulare für Vorsorgevollmachtund Betreuungsverfügung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz


