Mitglieder der DeKa-MaT-Initiative in der Satbayev Universität in Almaty, Kasachstan

Wie Technologietransfer gelingt.

DeKa-MaT-Initiative befördert Zusammenarbeit zwischen Thüringen und Kasachstan.

DeKa-MAT – das sind sieben Buchstaben, hinter denen fast etwas unscheinbar Großes steckt. Denn DeKa-MAT steht für eine junge „Deutsch-Kasachische Strukturpartnerschaft für Manufacturing, Automotive & Technologies“ und damit für eine Erfolgsgeschichte, die zeigt: Innerhalb kürzester Zeit lässt sich eine Plattform für Technologieaustausch etablieren, die schnell und konkrete technologische Probleme von Unternehmen löst. 

Was 2022 mit ersten Aktivitäten zur Markterschließung in Kasachstan begann, hat sich innerhalb weniger Jahre zu einer belastbaren Struktur für internationale Technologiekooperation entwickelt. Unterstützt durch die kontinuierlichen Aktivitäten der LEG Thüringen entstanden Kontakte zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und wirtschaftspolitischen Akteuren in Thüringen und Kasachstan. Daraus entwickelte sich die Initiative DeKa-MAT.

DeKa-MAT fungiert als Brücke zwischen deutscher Technologiekompetenz, Forschung und Innovation sowie den Transformationsbedarfen Kasachstans. Ziel ist es, gemeinsam nachhaltige Industrie- und Energiesysteme zu entwickeln und konkrete Innovationsvorhaben auf den Weg zu bringen.

Das ist die Idee hinter DeKa-MAT

Unternehmen stehen häufig vor technologischen Fragestellungen, für deren Lösung ihnen intern bestimmte Kompetenzen, wissenschaftliche Expertise oder geeignete Entwicklungspartner fehlen. Genau hier setzt die Initiative an: Sie bringt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus Deutschland und Kasachstan zusammen und organisiert daraus passgenaue Projektpartnerschaften. Nicht die Vernetzung an sich steht dabei im Mittelpunkt, sondern die Lösung konkreter technologischer Herausforderungen. Mithilfe von Deka-MAT sollen Technologien, Projekte und Geschäftsmodelle entstehen. Die Vision lautet deshalb nicht, ein weiteres Netzwerk zu schaffen, sondern vorhandene Kompetenzen in konkrete Kooperationen zu überführen.

Warum Thüringer Unternehmen profitieren können

Für Thüringer Unternehmen eröffnet DeKa-MAT neue Möglichkeiten, internationale Märkte zu erschließen und gleichzeitig innovative Entwicklungen voranzutreiben.

Zu den Vorteilen zählen:

  • Zugang zu neuen Märkten und industriellen Anwendungen in Kasachstan und perspektivisch weiteren Ländern Zentralasiens,
  • Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Forschungs- und Entwicklungspartnern,
  • schnellere Umsetzung technologieorientierter Kooperationsprojekte,
  • höhere internationale Sichtbarkeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen,
  • neue Impulse für Innovation, Digitalisierung und Industrieentwicklung.

Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen, die internationale Kooperationen bislang nur schwer erschließen konnten, erhalten Zugang zu einem Netzwerk aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlichen Akteuren auf beiden Seiten.

Die Partner hinter der Initiative Die Stärke von DeKa-MAT liegt in der Bündelung komplementärer Kompetenzen.

Gemeinsam decken die Partner ein breites Spektrum von Fertigungs- und Werkstofftechnologien über Automatisierung und Wasserstofftechnologien bis hin zu industriellen Anwendungen und Technologietransfer ab. Gerade diese Verbindung unterschiedlicher Kompetenzen macht die Initiative für Unternehmen attraktiv: Für technologische Herausforderungen können schnell die passenden Ansprechpartner aus Forschung, Entwicklung und Industrie identifiziert werden.

Von der Marktaktivität zur Innovationspartnerschaft

Die Entwicklung von DeKa-MAT zeigt, wie aus internationalen Kontakten Schritt für Schritt tragfähige Kooperationsstrukturen entstehen können. Erste Delegationsreisen, Messekontakte und Hochschulkooperationen wurden inzwischen um wissenschaftliche Partnerschaften, Unternehmenskontakte und gemeinsame Innovationsvorhaben erweitert. Dabei spielen insbesondere die Zusammenarbeit mit der Satbayev University sowie weitere Aktivitäten im Bereich Technologietransfer, Digitalisierung und Automatisierung eine wichtige Rolle. 

Ein zentrales Ziel ist dabei die Entwicklung konkreter Technologie- und Geschäftsprojekte zwischen Thüringen und Kasachstan. Damit entsteht eine Struktur, die weit über klassischen Austausch hinausgeht.

Wir verbinden Innovationsökosysteme

Aus Sicht der Initiatoren liegt genau darin die Besonderheit von DeKa-MAT: Viele Kooperationsformate konzentrieren sich auf die Vernetzung einzelner Akteure, etwa Unternehmen mit Unternehmen oder Hochschulen mit Hochschulen. DeKa-MAT verfolgt einen umfassenderen Ansatz: Die Initiative verbindet ganze Innovationsökosysteme. Dazu gehören Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Unternehmen, Start-ups, Kammern, Wirtschaftsförderungen, Innovationsnetzwerke und öffentliche Institutionen. Durch diese breite Aufstellung entstehen langfristige Strukturen für Innovation, Technologietransfer und wirtschaftliche Zusammenarbeit. DeKa-MAT kann damit ein wichtiger Baustein für eine langfristige Innovationsbrücke zwischen Deutschland und Zentralasien werden.

Mitmachen und Chancen nutzen

Thüringer Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die neue internationale Kooperationsmöglichkeiten suchen, können von DeKa-MAT profitieren. Gesucht werden Partner mit Interesse an gemeinsamen Technologieprojekten, Forschungsvorhaben, Industriekooperationen oder neuen Marktzugängen.

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