International

Thüringen trifft Kenia: Neue Perspektiven für internationale Wirtschaftspartnerschaften.

Eine Woche, die Verbindungen schafft: Kenianische Delegation ist begeistert von Thüringen.

Häufig beginnt alles mit einem ersten Gespräch, dem Austausch von Ideen für innovative Technologien. Genau solche Momente prägten den Besuch der kenianischen Wirtschaftsdelegation in Thüringen. Sie könnten der Beginn für langfristige Kooperationen zwischen Ostafrika und dem Freistaat werden.  

Vom 14. bis 19. Juni 2026 war eine 13-köpfige Delegation aus dem County Taita Taveta in Thüringen unterwegs. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft erkundeten gezielt die Innovationslandschaft des Freistaats. Station machten sie u.a. in Jena, Weimar und Erfurt. 

Ihr Fokus: Branchen, die sowohl für Thüringen als auch für Kenia von zentraler Bedeutung sind und für die Kooperationen aussichtsreich und gewinnbringend sind. Und das sind vor allem:

  • Infrastruktur und Bauwesen
  • Energie, Green Tech
  • Wasser- und Lebensmitteltechnologien
  • Tourismus und Gastgewerbe
  • Rohstoffe und Bergbau

Ob beim Besuch im Technologiepark Jena, bei Forschungsinstitutionen wie dem IAB in Weimar oder bei Thüringer Unternehmen aus der Lebensmittel- und Agrartechnik: Jede Station bot Raum für Austausch, Inspiration und konkrete Anknüpfungspunkte für eine weitere Zusammenarbeit. Ein besonderer Moment der Woche war das Länderwirtschaftssymposium Kenia (Ostafrika) in der Businesslocation COMCENTER Brühl Erfurt. Hier kamen Thüringer Unternehmen und die Delegation in einem Pitch and Match-Format zusammen – direkt, praxisnah und auf Augenhöhe. Impulse von Thüringens Wirtschaftsministerin Colette Boos-John sowie der stellvertretenden Gouverneurin von Taita Taveta unterstrichen die strategische Bedeutung der Zusammenarbeit.

Kenia ist Ostafrikas größte Volkswirtschaft und wichtigstes Logistikdrehkreuz. Eine dynamische Digitalwirtschaft sowie Landwirtschaft und Dienstleistungen treiben das Wachstum. Das Land modernisiert im Rahmen von Kenya Vision 2030 seine Verkehrs‑ und Energienetze und fördert grünen Wasserstoff sowie E‑Mobilität. Zudem wird mit Global‑Gateway‑Mitteln die zentrale Handelsroute der Region ausgebaut. Nairobi gilt als „Silicon Savannah“ und beherbergt bedeutende Innovationszentren internationaler Unternehmen.

Für Thüringer Unternehmen eröffnet sich damit ein breites Spektrum an Chancen:

  • Marktzugang in Ostafrika: Direkte Kontakte zu politischen und wirtschaftlichen Entscheidern
  • Technologischer Wissenstransfer: Besonders in Landwirtschaft, Energie und nachhaltigen Lösungen
  • Neue Geschäftsfelder: Kooperationen in innovativen Branchen
  • Langfristige Partnerschaften: Vernetzung von Wirtschaft, Forschung und Politik

Der Delegationsbesuch im Juni hat gezeigt: Thüringen bringt genau die Kompetenzen mit, die international und aktuell auch in Kenia gefragt sind.

Somit bleiben nach einer Woche voller Begegnung nicht nur neue Visitenkarten auf dem Schreibtisch und Erinnerungen, sondern ein wachsendes Netzwerk zwischen Thüringen und Kenia. Die Gespräche, die in Jena begonnen haben, die Ideen, die in Weimar weitergedacht wurden, und die Kontakte, die in Erfurt geknüpft wurden, bilden die Grundlage für zukünftige Projekte.

Kenia Inside | Fakten

  • Bruttoinlandsprodukt: rund 136 Mrd. USD. Damit ist das Land die größte Volkswirtschaft Ostafrikas. Bevölkerung: rund 58 Mio. Menschen. Kenias
  • Bevölkerung ist jung, digital vernetzt und treibt eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung voran.
  • Wirtschaft: Im afrikanischen Vergleich ist Kenia wirtschaftlich gesehen breit diversifiziert.
  • Schwerpunkte: Landwirtschaft (ca. 21 %), Industrie (ca. 16 %), Dienstleistungen (ca. 56 %) Der Kapital‑ und Arbeitsmarkt sind vergleichsweise gut entwickelt. Zudem verfügt das Land über einen innovationsgetriebenen Start-up-Sektor, insbesondere in den Bereichen Fintech, Insuretech, Klima‑ und Mobilitätstechnologien, Agri‑Tech sowie Gesundheitstechnologien.

Bildquellen: unternehmendigital | Jürgen Scheere | LEG Thüringen

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