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Zeulenroda-Triebes - Stadtentwicklung im ländlichen Raum

Der Freistaat Thüringen wird insbesondere durch eine sehr kleinteilige Siedlungsstruktur geprägt, dementsprechend ist es eine zentrale Aufgabe der LEG Thüringen, die Kommunen bei einer nachhaltigen und zukunftsweisenden Stadtentwicklung zu unterstützen. Ein Beispiel für die Tätigkeit der LEG ist die Stadtentwicklung in Zeulenroda-Triebes in Ostthüringen.

Die Herausforderung im ländlichen Raum

Die Stadt Zeulenroda-Triebes stand in den 1990er und 2000er Jahren aufgrund der wirtschaftsstrukturellen und demografischen Entwicklungen nach der Wiedervereinigung vor großen Herausforderungen. Aufgabe war es, im Rahmen eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts die Voraussetzungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung zu schaffen sowie zielorientiert Schlüsselprojekte und Maßnahmen vorzubereiten und umzusetzen. Damit sollte die Funktionsfähigkeit der Stadt als Mittelzentrum nachhaltig gestärkt werden.

Ziele der nachhaltigen Stadtentwicklung

  • Stärkung der Wirtschaftsstruktur der Stadt durch Entwicklung neuer Gewerbestandorte
  • Stärkung der Wohnfunktion der Stadt durch einerseits umfassende Stadtsanierungsmaßnahmen
  • und andererseits Entwicklung von Flächen für Wohnungsneubau
  • Stärkung der touristischen Funktion der Stadt aufgrund der Lage am Zeulenrodaer Meer

"Integrierte Stadtentwicklungskonzepte schärfen den Blick fürs Ganze."

Sabine Wosche

Sabine Wosche Geschäftsführerin der LEG

„Im Jahr 2005 wurde die LEG Thüringen Partner der Stadt Zeulenroda-Triebes bei der Vorbereitung und Umsetzung integrierter Stadtentwicklungsmaßnahmen. Dabei hat das Projektteam der LEG eng kooperiert mit der Stadtverwaltung, aber auch vielen privaten Bauherren und Investoren. Vor diesem Hintergrund wurden umfassende Maßnahmen vorbereitet, deren Finanzierung unter Hinzuziehung unterschiedlichster Fördermittelinstrumentarien flankiert und zahlreiche Schlüsselprojekte in die Umsetzung geführt. Die integrierte Umsetzung eines touristischen Gesamtkonzeptes für das Zeulenrodaer Meer war dabei eines unserer Schlüsselprojekte.“

    Vom Konzept zum Stadtumbau

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    Grundlage für die Tätigkeit der LEG Thüringen war das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) von 2002/03, das 2013/14 bedarfsgerecht durch die LEG fortgeschrieben wurde.

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    Das ISEK definierte klar die Schlüsselprojekte und Maßnahmen, darunter die Maßnahmen in der historischen Altstadt im Rahmen der Stadtsanierung sowie die Aufgabenstellung für Revitalisierungs-maßnahmen von Brachflächen.

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    Zum anderen bereitete das ISEK Standorte für Wohnungsneubau vor und beschrieb detailliert die Vorbereitung und Umsetzung der Maßnahmen am Zeulenrodaer Meer.

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    Die LEG agierte als Sanierungs- und Stadtumbauträger und übernahm am Zeulenrodaer Meer das Projektmanagement – stets in enger Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, privaten Bauherr:innen in der Altstadt, Gewerbetreibenden sowie den Wohnungsunternehmen der Stadt – und unter Einbezug der Bürgerschaft.

    Schaffen einer nachhaltigen Infrastruktur

    Meilensteine bei der Stadtentwicklung waren die Revitalisierung von drei innerstädtischen vormals gewerblich genutzten Gebieten für Wohnungsbau und ein Medizinisches Versorgungszentrum, die nachhaltige Umgestaltung des kompletten Bereiches am Markt/Tuchmarkt inklusive angrenzender Gebäude, die Durchführung eines Architekturwettbewerbs für den Umbau der Plattenbaugebiete, sodass zuletzt erste Bauabschnitte erfolgreich realisiert werden konnten, die Umsetzung zahlreicher Baumaßnahmen an privaten Wohngebäuden in der historischen Altstadt in Zusammenarbeit mit den privaten Eigentümer:innen, die Umsetzung eines ganzheitlichen Konzeptes für die Realisierung einer nachhaltigen touristischen Infrastruktur am Zeulenrodaer Meer bis hin zur Durchführung eines Wettbewerbs und zum Bau einer Ferienhausanlage.

    Fotogalerie Zeulenroda-Triebes