Update: Alte Strumpffabrik wird auch zur Arztpraxis

Was für eine Verwandlung! Als Teil eines engagierten Projektteams hauchen wir der alten Strumpffabrik in Diedorf neues Leben ein. Das sorgt nicht nur über die Grenzen Thüringens hinaus für Aufsehen. Nach unzähligen Gesprächen, Terminen vor Ort und einer langen Planungsphase erhält das Projekt immer neuen Drive – und bringt zukunftsweisende Entwicklung zugleich: Schon bald soll auf dem Gelände auch eine Arztpraxis und mittelfristig sogar ein medizinisches Versorgungszentrum einziehen.

Wie in so vielen ländlichen Regionen Deutschlands, ist auch die medizinische Versorgung im Südeichsfeld angespannt: Die frei gewordene Arztstelle in Diedorf wanderte ab nach Mühlhausen, in der Landgemeinde ansässige Ärzte sind ausgelastet. Umso erfreulicher ist daher speziell für ältere und mobil eingeschränkte Bürger*innen die Nachricht, dass auf dem Gelände der einstigen Strumpffabrik in den kommenden Jahren ein medizinisches Versorgungszentrum entstehen wird. Erster Baustein hierfür ist eine Arztpraxis, die in das einstige Küchengebäude einziehen wird. Die Revitalisierung und Nachnutzung des Industrie-Areals erhält damit weiteren Schub. Der Zeitplan ist dabei ambitioniert, denn bereits für Juni 2021 ist die Eröffnung der Arztpraxis geplant.

Mit dem offiziellen Spatenstich im September 2020 startete der Bau eines Appartementhauses mit 14 Wohneinheiten. Nach dem Abschluss erforderlicher Abrissarbeiten kann in Kürze mit dem Rohbau begonnen werden. Auch an anderer Stelle auf dem riesigen Industriegelände sind die Arbeiten auf einem guten Weg: Der denkmalgeschützte ehemalige Kantinensaal und das Küchengebäude haben dank LEADER-Förderung ein neues Dach bekommen, das Küchengebäude wurde entkernt und für den weiteren Umbau vorbereitet. Hier wird mit einem barrierefreien Zugang die für den Ort Diedorf so dringend benötigte Arztpraxis eingerichtet.

In den benachbarten Verwaltungsbau soll im nächsten Bauabschnitt der zweite Kindergarten für Diedorf entstehen, außerdem Schulräume zum „Lernen an einem anderen Ort“ und weitere Flächenangebote zur medizinischen Versorgung. Bis dahin sind allerdings noch einige Schritte zu gehen für die Projektgruppe und unsere ESDA-Projektpaten Bürgermeister Andreas Henning und Landrat Harald Zanker. Viele Gebäude wollen wir erhalten und einer Nachnutzung zuführen. Dass es sich das Engagement in Diedorf auszahlt, wird sich in diesem Jahr noch mehrfach zeigen: ein weiteres Projekt, das die ESDA-Projektgruppe initiiert hat, wird im zweiten Quartal starten: die Erarbeitung eines integrierten energetischen Quartierskonzeptes für ganz Diedorf. Auf die bevorstehenden Gespräche mit den Bürger*innen und die damit verbundenen Erkenntnisse zu Entwicklungspotenzialen freuen wir uns schon sehr.

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