Neues Tor zur Stadt: So wird die künftige Sichtmarke am „Gothaer Platz“ in Erfurt aussehen.

RohdeCanArchitekten GmbH mit Ihrem Entwurf bei der PreisverleihungSiegerentwurf - Perspektive Gothaer Platz © RohdeCanArchitekten GmbH, DresdenLageplan © RohdeCanArchitekten GmbH, DresdenAnsicht Gothaer Platz © RohdeCanArchitekten GmbH, DresdenAnsicht Nordost © RohdeCanArchitekten GmbH, DresdenAnsicht Schnitt © RohdeCanArchitekten GmbH, DresdenMassenmodell © RohdeCanArchitekten GmbH, Dresden
RohdeCanArchitekten GmbH mit Ihrem Entwurf bei der Preisverleihung
Siegerentwurf - Perspektive Gothaer Platz © RohdeCanArchitekten GmbH, Dresden
Lageplan © RohdeCanArchitekten GmbH, Dresden
Ansicht Gothaer Platz © RohdeCanArchitekten GmbH, Dresden
Ansicht Nordost © RohdeCanArchitekten GmbH, Dresden
Ansicht Schnitt © RohdeCanArchitekten GmbH, Dresden
Massenmodell © RohdeCanArchitekten GmbH, Dresden

Freudestrahlend halten die Dresdner Architekt*innen von RohdeCan im September 2020 ihren Entwurf für das neue Hotel am „Gothaer Platz“ von Erfurt in die Kameras. Mit ihm setzen sie sich im mehrstufigen Realisierungswettbewerb für die Gestaltung eines der letzten freien Flächen des Stadtteils durch. In unserem aktuellen Blog-Post nehmen wir Sie mit in dieses Areal. Ein Blick hinter die Kulissen und in unsere Büros zeigt dabei, was den Entwurf ausmacht und welcher Schritte es vorab bedarf, bis aus einer Idee zur Belebung einer innerstädtischen Brachfläche tatsächlich Realität wird. Auf geht`s:

Da ist sie: Eine riesige Baulücke, ganze 0,6 Hektar groß, aufgeschottert, dennoch mit Pfützen übersäht. Gefühlt war sie schon immer da. Naja fast: Einst befanden sich hier Gebäude von „Funkwerk Erfurt“, ab den 70er Jahren dann der VEB Mikroelektronik „Karl Marx“. Nach der Wiedervereinigung und im Zuge der beginnenden Revitalisierung des gesamten Stadtteils mussten die Industriebauten weichen, seitdem wartet die geebnete und von Bauschutt befreite Fläche auf ihre neue Bestimmung. Bis neues Leben einzieht, bedarf es viel Arbeit: Ideen gibt es viele. Einige von ihnen haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten verfestigt – derweil diente das Areal als Parkplatz, Rangierfläche für Baufahrzeuge oder als willkommene Abkürzung auf dem Weg zur nächsten Straßenbahnhaltestelle. 

Der städtebauliche Rahmen, den wir 2012 erstellt haben, sieht für das Areal zwischen Erfurt- Brühl und dem „Gothaer Platz“ ein Gebäudeensemble mit Hotel, Einzelhandel und modernen Büroflächen sowie eine Tiefgarage vor. Als „Tor zur Stadt“ soll es den Besucher*innen von Erfurt aus Richtung Westen als markante Sichtmarke den Weg in die Innenstadt aufzeigen, Anhaltspunkt sein, Orientierung geben und zugleich den gesamten Stadtplatz neu strukturieren und aufleben lassen. Für uns ist das geplante Hotel samt anliegendem Einzelhandel und modernen Büroflächen zugleich einer der letzten Bausteine in der Entwicklung des Stadtteils Erfurt-Brühl und damit von einem der größten innerstädtischen Konversionsprojekte Deutschlands, welches wir seit 1995 maßgeblich umsetzen.  

Dem strahlenden Lächeln der Architekt*innen von RohdeCanArchitekten GmbH Ende September, ging ein mehrstufiger hochbaulicher Realisierungswettbewerb voraus, der von uns in enger Zusammenarbeit mit unseren Kolleg*innen der LEG-Immobilienabteilung sowie den Verantwortlichen der Landeshauptstadt und dem künftigen Investor vorbereitet und erfolgreich durchgeführt wurde. Ausdrückliches Ziel des Wettbewerbs war es dabei nicht, einfach nur eine altbekannte Brachfläche zu füllen. Vielmehr geht es darum einen städtebaulichen Missstand zu beheben und einen Stadtteil damit unter Berücksichtigung der Gegebenheiten und der Bedürfnisse der Anwohner*innen, anliegender Unternehmen und der Intention der Stadtplaner Erfurts zu entwickeln und aufzuwerten.  

Unsere langjährige Erfahrung bei der Durchführung derartiger Realisierungswettbewerbe zeigt: Vorbereitung ist alles, diese zahlt sich aber mehr als aus und spiegelt sich letztlich in der Qualität der eingereichten Entwürfe sowie deren tatsächlicher Umsetzbarkeit wieder. Dank einer ausführlichen Vorarbeit und Briefings, fußen die Säulen, auf denen die teilnehmenden Architekturbüros ihre kreativen Ideen errichten sollen, auf einem tragbaren und zugleich realitätsnahen Fundament. Die Jury des Preisgerichts kann bei solch einem hochbaulichen Realisierungswettbewerb somit darauf vertrauen, dass teilnehmende Architekt*innen umfassend Kenntnis über die vorgegebenen Bestimmungen haben, wie zum Beispiel künftige Nutzung, die Grundfläche sowie weitere (städte-)baulichen Vorgaben und diese bei ihren Entwürfen entsprechend mit bedenken. 

Dank des Realisierungswettbewerbs und des Siegerentwurfs fügt sich das geplante Hotel als Schlussstein des „Gothaer Platzes“ in das Gesamtkonzept des Areals und letztlich auch in das gesamte Stadtbild Erfurts ein. Geht es nach dem Investor dieses Projektes, der Focus Real Estate, können die ersten Gäste im Jahr 2024 erstmals im neuen Haus von Premier Inn übernachten, Erfurter*innen im angrenzenden Bereich ihren Wocheneinkauf erledigen und Unternehmer*innen zusammen mit ihren Teams die modernen Büroräume beziehen. Wir sind gespannt und bleiben an diesem spannenden Stück Stadtentwicklung in Erfurt dran.  

Alle Entwürfe wurden mit freundlicher Genehmigung der Focus Real Estate zur Veröffentlichung in diesem Rahmen freigegeben.

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