Spitzenforschung in Jena

Das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie - Hans Knöll (HKI) in Jena ist eine der ersten Adressen, wenn es um die Erforschung von Infektionskrankheiten und die Entwicklung neuer Grundstoffe für Antibiotika geht.

1992 als Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung gegründet, zählt das HKI seit 2003 zur Leibniz-Gemeinschaft. 350 Mitarbeiter erforschen, wie Mikroorganismen krankheitserregende Stoffe und pharmakologisch relevante Wirkstoffe produzieren. Dabei interessiert die Forscher besonders, wie Mikroorganismen miteinander kommunizieren und das menschliche Immunsystem überwinden. Die Forschungsergebnisse des HKI sind ein wichtiger Baustein bei der Entwicklung naturstoffbasierter Medikamente und Diagnoseverfahren.

Vor zehn Jahren weitgehend unbekannt, wird die Arbeit des Instituts heute von US-Spitzenforschern hoch geachtet. Der Bund adelte Jena deshalb mit einem Projekt der Exzellenzinitiative, der Graduiertenschule „School for Microbial Communication“; Prof. Axel Brakhage ist Direktor des HKI und Sprecher der Schule. Zudem hat die Kompetenz des HKI auf dem Gebiet der Pilzinfektionsbiologie zur Ernennung zum Nationalen Referenzzentrum für Invasive Pilzinfektionen geführt, die gemeinsam vom Robert-Koch-Institut und dem Bundesgesundheitsministerium erfolgt ist. Mit entscheidend für den Erfolg des Instituts ist die gute Vernetzung in Jena: Die Wege zu Universität, FH, Klinikum, Forschungseinrichtungen und Unternehmen sind kurz - das ermöglicht fachübergreifende Spitzenforschung und davon fühlen sich renommierte Wissenschaftler aus aller Welt angezogen. (gro/maa)