Raumfahrtunternehmen erweitert Standort in Jena

Mit der offiziellen Grundsteinlegung haben Mitte November im Technologiepark „Jena 21“ die Bauarbeiten für das neue Produktions- und Bürogebäude der Jena-Optronik GmbH begonnen. 20 Millionen Euro will das größte ostdeutsche Raumfahrtunternehmen, das seit 2010 zur EADS-Raumfahrtdivision Astrium GmbH gehört, in die Erweiterung seines Thüringer Standortes investieren.

Grundsteinlegung bei Jena-Optronik: (v.l.n.r.) Dietmar Ratzsch, Geschäftsführer Jena-Optronik, Matthias Machnig, damaliger Thüringer Wirtschaftsminister, Jürgen Wünsche, OBAG Baufirma, Dr. Johannes von Thadden, Vorstandsmitglied Astrium und Christian

Für 2015 plant das Unternehmen, seinen  kompletten Firmensitz aus der bisherigen gemieteten Betriebsstätte nach Jena-Göschwitz zu verlagern. Laut Geschäftsführer Dietmar Ratzsch ist das „der nächste große Meilenstein in der Unternehmensentwicklung“. In dem rund 20.000 Quadratmeter großen Gebäude können bis zu 250 Mitarbeiter beschäftigt werden. Im Zuge der Erweiterung erhöht Jena-Optronik seine Mitarbeiterzahl bereits von 180 auf 220 Beschäftigte.

Jena-Optronik entwickelt und produziert vor allem opto-elektronische Instrumente zur Erdbeobachtung und Sensoren zur Lage-Regelung von Raumflugkörpern. Letztere kommen zum Beispiel bei Andockmanövern zum Einsatz. Auch die notwendige Software für das Betreiben und Steuern der Instrumente entwickelt das Jenaer Unternehmen. Zu den wichtigsten Kunden von Jena-Optronik gehören führende Raumfahrtorganisationen  in Asien, Europa, Russland und Nordamerika sowie große Raumfahrtsystemfirmen wie Boeing und Mitsubishi. (gro)