Jenseits der Alpen

20 italienische Unternehmen haben sich bereits erfolgreich ein Standbein in Thüringen aufgebaut und so rund 2.500 Arbeitsplätze geschaffen. Damit möglichst bald weitere folgen, präsentierte die LEG Thüringen im Oktober in Florenz und Pisa die Vorteile des Freistaats.

Obwohl Italien momentan häufig als Krisenstaat wahrgenommen wird, verfügt gerade Nord- und Mittelitalien über viele leistungsfähige mittelständische Familienunternehmen.

Manch italienische Firma blickt in Zeiten sinkender Binnennachfrage ins Ausland. Allen voran in den forschungsintensiven Branchen Medizintechnik, Elektronik und Automatisierungstechnik bietet Thüringen attraktive Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten. Das bestätigen Unternehmen, die sich hier bereits erfolgreich angesiedelt haben, etwa die Magneti-Marelli-Gruppe oder die El.En. SpA.

Auf beiden durch den Bund geförderten Veranstaltungen informierte die LEG, wie italienische Unternehmen von der zentralen Lage, den starken Industrieclustern und einer vielfältigen Forschungsinfrastruktur im Freistaat profitieren können. Dr. Danilo Leggieri (Asclepion Laser Technologies GmbH/El.En. SpA) und Dr. Gianluigi Angelantoni (TIRA GmbH/Angelantoni Industrie SpA), zwei italienische Geschäftsführer mit reichlich Thüringenerfahrung, gaben zudem Tipps für das Durchstarten im Freistaat.

Eins steht fest: Das Interesse an Thüringen ist groß. Somit darf man gespannt sein, wann das nächste italienische Unternehmen den Weg in die Mitte Europas findet. (kö/mas)