Jena schreitet voran im Kampf gegen multiresistente Keime

Entwurf des LPI-Gebäudes auf dem Gelände des Universitätsklinikums Jena. Bild: Leibniz-IPHT

Erfolg für den Innovationsstandort Jena: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Gründung des neuen Leibniz-Zentrums für Photonik in der Infektionsforschung (LPI). Das BMBF wählte das LPI im Rahmen eines nationalen Roadmap-Prozesses aus und bescheinigte damit der europaweit einmaligen Forschungsinfrastruktur in der Region Jena, wesentliche Beiträge zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen zu leisten. Antragsteller waren das Leibniz-Institut für Photonische Technologien, das Hans-Knöll-Institut, das Universitätsklinikum und die Friedrich-Schiller-Universität – allesamt in Jena ansässig. Die beantragte Projektsumme beläuft sich auf 150 Millionen Euro.

Infektionskrankheiten schneller diagnostizieren und heilen zu können, rettet Leben. Weil immer mehr Erreger Resistenzen gegen Antibiotika entwickeln, werden zeitsparende und effiziente Diagnose- und Therapietools immer wichtiger. Am neuen LPI werden lichtbasierte Technologien die Grundlage bilden, um hier konkrete Lösungen zum Nutzen der Patienten zu finden. Dazu bündelt es die in Jena vorhandenen Kompetenzen auf den Gebieten der Optik und Photonik sowie der Infektionsforschung und setzt auf Offenheit und Interdisziplinarität: Künftig kooperieren hier Naturwissenschaftler, Technologieentwickler, Mediziner und Medizintechnikhersteller. Vom LPI werden auch Anwender aus der Industrie profitieren, das neue Zentrum soll hierbei die Basis für einen verstärkten Technologietransfer zwischen Forschern und Unternehmern in diesem Technologie- und Wirtschaftszweig sein. (hw)