Innovative Mobilität hat ihre Heimat in Thüringen

Roboter bringen anstelle von Lieferwagen Pakete zu Hausbewohnern, Mobilitätsstationen ermöglichen die Nutzung von Fahrrädern, E-Scootern oder Lastenrädern, dazu eröffnen vernetzte Fahrgemeinschaften und Car-Sharing-Modelle Chancen für eine nachhaltige Fortbewegung im Quartier, und mithilfe von IT-Plattformen und Künstlicher Intelligenz werden Daten anonymisiert erfasst und vernetzt, um innovative Lösungen für Mobilität, Logistik und Energie zu entwickeln – noch klingt dies wie Zukunftsmusik, aber in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt werden künftig solche Lösungen in einem Stadtteil erprobt.

Ein E-Lastenrad könnte künftig zu den Angeboten in Rahmen der Bauhaus.MobilityLab zählen. Bild: Fraunhofer

„Bauhaus. MobilityLab“ – so lautet der Name des Projekts, welches beim KI-Innovationswettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums erfolgreich teilnahm. Im Stadtteil Brühl am Erfurter Dom entsteht zunächst für die kommenden drei Jahre ein Reallabor, in dem innovative Produkte und Services entwickelt und getestet werden. Gemeinsam mit den Anwohnern werden Anwendungen erprobt, dabei verwenden die Nutzer Apps, die ihnen eine nachhaltige, effiziente Mobilität ermöglichen. Zugleich können die beteiligten Forscher die anonymisierten Daten auswerten und so entwickelte Mobilitäts- und Energie-Lösungen beständig optimieren. Die Konsortialpartner sind die Fraunhofer-Gesellschaft IOSB-AST (Ilmenau), die Bauhaus-Universität Weimar sowie die Innoman GmbH (Ilmenau). Mit einem Projektvolumen von rund 20 Millionen Euro soll das „Bauhaus. MobilityLab“ in den kommenden Jahren zu einem Leuchtturm der Mobilitäts- und Energiewende in Deutschland werden. (hw)