In Namibia: Thüringer Know-how für kostengünstige Häuser

Pilotfabrik von PolyCare in Namibia eröffnet. Bild: Shawn van Eeden | TMWWDG

Thüringer Baustofftechnologie hat auch in Namibia einen guten Namen: Unweit der Hauptstadt Windhuk eröffnete Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee gemeinsam mit dem namibischen Vizepräsidenten Dr. Nangolo Mbumba kürzlich eine Produktionsstätte der Firma PolyCare Research Technology Namibia (Pty) Ltd. Bei dem Unternehmen handelt es sich um ein Joint Venture mit namibischer und südthüringischer Beteiligung; es produziert hier künftig Bauteile für Fertighäuser. PolyCare Namibia beschäftigt rund 30 Namibier/innen, die pro Tag die Steine für ein komplettes Haus herstellen. Die hohe Produktivität wird ermöglicht durch eine Technologie, welche die Poly- Care Research Technology GmbH (Gehlberg, Südthüringen) mit der Bauhaus- Universität Weimar entwickelt hat.

Mit Hilfe von Gießharz und vor Ort vorhandenem Wüstensand werden harte und umweltfreundliche Polymerbeton-Bauteile gegossen; verarbeitet werden die Blöcke wie Lego-Steine, das heißt sie werden einfach ineinandergesteckt und verschraubt. Mit seiner Investition trägt das Joint Venture wesentlich zum nationalen Harambee-Hausbauplan und zur Armutsbekämpfung der namibischen Regierung bei.

Das Thüringer Wirtschaftsministerium und der LEG-Arbeitsbereich „Thüringen International“ sind seit mehreren Jahren in Namibia aktiv – so besuchten bereits mehrere Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegationen das Land im südlichen Teil Afrikas. (hw)