Energetische Potenziale gemeinsam nutzen

In Thüringer Industrie- und Gewerbegebieten gibt es im Hinblick auf den Energieverbrauch erhebliche Einsparpotenziale und Nachnutzungsmöglichkeiten für Abwärme - das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur (ThEGA).

Bereits beim Bau einer neuen Fabrikhalle an die Nachnutzung von Energie denken - das rät die aktuelle ThEGA-Studie. Bildquelle: LEG Thüringen/ Thomas Abé

Angesichts steigender Energiekosten wird es auch für Thüringer Unternehmen immer wichtiger, Energie möglichst effizient zu nutzen. "Die Zusammenarbeit der Unternehmen ist der Schlüssel zu mehr Energieeffizienz in Thüringer Industrie- und Gewerbegebieten", erklärt Prof. Dieter Sell, Leiter der ThEGA. Daher sei es bei der Suche nach Einsparmöglichkeiten wichtig, über Werksgrenzen hinaus zu blicken und gemeinsam mit anderen Unternehmen nach tragfähigen Lösungen zu suchen. Mit der langfristigen Entwicklung von energieeffizienten Industrie- und Gewerbegebieten ergebe sich zudem ein Wettbewerbsvorteil für Thüringen als zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort.

In der Studie "Nachhaltige und energieeffiziente Industrie- und Gewerbegebiete in Thüringen" wurden Kriterien ermittelt, mit denen Energieerzeugungs- und Verbrauchsstrukturen an Gewerbe- und Industriestandorten bewertet werden können. Diese Kriterien wurden auf Thüringer Standorte übertragen und analysiert, wo sich ungenutzte
Energiereserven befinden; laut Studie liegt im Freistaat ein großes Potenzial
in der betriebsübergreifenden Nutzung von Abwärme. Weiterhin liefert die Studie den Unternehmen konkrete Strategieansätze, wie sie ihren Energieverbrauch effizienter gestalten und für andere Unternehmen öffnen können. (kö)

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