Automotive-Standort Thüringen erhält weiteren Schub

Test und Bewertung automobiler Funksysteme in der Virtuellen Straße – Simulations- und Testanlage des ThIMo. Bild: TU Ilmenau, ari

Thüringen hat alle Chancen, auch in Zukunft ein dynamischer Standort der Automobilwirtschaft zu sein. Dies ist das Ergebnis einer vom Land beauftragten Studie des Chemnitz Automotive Institute (CATI), welche Erkenntnisse für Akteure im Freistaat ebenso wie für Unternehmer und Investoren, die sich für Thüringen interessieren, bereithält. Laut Studie können bis zum Jahr 2030 mit der Entstehung neuer Märkte, Produkte und Prozesse 5.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Thüringer Automotive-Industrie entstehen. Zurückzuführen ist dies auf ökonomische und technologische Kompetenz in den Bereichen „Karosserie/ Exterieur“, „Interieur“ und „Elektrik/ Elektronik“. Speziell in letzterem Innovationsfeld, das relevant für Zukunftsthemen wie Autonomes Fahren und Elektromobilität ist, verfügt Thüringen über viel Potenzial; hier hält das CATI einen Beschäftigungsaufbau von rund 30 Prozent für möglich. Um die Chancen zu realisieren, hat Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee jetzt eine „Automotive Agenda Thüringen“ vorgelegt. Das Land baut die guten Rahmenbedingungen für Investoren weiter aus. „Cluster in den Feldern ‚Brennstoffzelle‘, ‚Sensorik‘ und ‚eMobility Thüringen‘ werden von uns zusätzlich gestärkt, wir werden innovative Forschungsprojekte zu Themen wie intelligenter Mischbau, Interieur der Zukunft und ‚sehendes Auto‘ unterstützen und die Fachkräftegewinnung durch Marketingmaßnahmen und Qualifizierungsvorhaben weiter nach vorne bringen“, kündigte der Minister anlässlich der Vorstellung der Studienergebnisse in Weimar an. (hw)

Hier geht es zur Studie: https://www.clusterthueringen.de/tiefenanalyse-automotiv