Thüringer Chemiker präsentieren neuartige Redox-Flow-Batterie

Um die Energiewende voranzutreiben, wird zunehmend Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne und Wind gewonnen. Diese sind jedoch natürlichen Schwankungen unterworfen. Um eine kontinuierliche Stromversorgung gewährleisten zu können, sind Stromspeicher nötig. Die bisher dafür verwendeten Redox-Flow-Batterien haben den entscheidenden Nachteil, dass teure Metalle und aggressive Säuren verwendet werden.

Jetzt hat ein Jenaer Forscherteam um Prof. Dr. Ulrich Schubert an der Friedrich-Schiller-Universität Jena einen entscheidenden Schritt in Richtung einer einfach handhabbaren, sicheren und zugleich ökonomischen Redox-Flow-Batterie getan. Gemeinsam haben das Zentrum für Energie- und Umweltchemie (CEEC) und die Firma JenaBatteries GmbH in Jena eine Batterie auf Basis von Polymeren und einer ungefährlichen Kochsalzlösung entwickelt. Das Vielversprechende an der Batterie sind die günstigen Herstellungskosten bei nahezu gleicher Leistung. Bis zu 10.000 Ladezyklen konnte die Batterie in ersten Tests durchlaufen, ohne allzu viel an Kapazität zu verlieren. Das entspricht in etwa einer Lebensdauer von 20 Jahren. Die Energiedichte beträgt 10 Wattstunden pro Liter. Doch die Wissenschaftler arbeiten bereits an noch leistungsfähigeren Systemen. (maa)