Thüringen baut Batterieforschung aus

Thüringen entwickelt sich zu einem führenden Batteriestandort in Europa: Am 10. Juli 2020 nahm südlich von Erfurt das Batterie-Innovations- und Technologie-Center (BITC) seine Arbeit auf. Das Institut erarbeitet Hightech-Lösungen für die Produktion und Qualitätssicherung von Batteriezellen; zum Einsatz kommen keramische Materialien, hochmoderne Sensorik und zerstörungsfreie Prüfverfahren. Vorgesehen ist eine Kooperation mit dem chinesischen Batteriezellenhersteller CATL, der in unmittelbarer Nachbarschaft mit einer 1,8-Milliarden-Euro-Investition sein erstes Europa-Werk realisiert.

Minister Tiefensee spricht über die Zukunft Thüringens als bedeutender Batteriestandort anläßlich der Eröffnung des Batterie-Innovations- und Technologie-Centers in Arnstadt. Bild: Fraunhofer IKTS

Das BITC ist eine Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS). Damit ist es an eines der größten Batterieforschungsinstitute Deutschlands angebunden und greift auf starke Verbindungen in die Wirtschaft zu. Mit Blick auf den Transformationsprozess in der Automobil- und Energiewirtschaft wird das BITC Lösungen für die vernetzte, digital unterstützte Produktion und Qualitätssicherung von Batteriezellen und –modulen erarbeiten.

„Diese Produktionsforschung am Standort Erfurter Kreuz hat eine enorme Bedeutung für den Ausbau neuer industrieller Kapazitäten im Freistaat und insbesondere in Ostdeutschland“, sagt Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Das Forschungscenter sei ein wichtiger Baustein, um Thüringen in den nächsten Jahren zu einem führenden Batteriestandort zu entwickeln. Der Aufbau des BITC wird vom Land mit einer Förderung über 13,5 Millionen Euro unterstützt.

Die LEG stellt einen Gebäudekomplex mit rund 5.000 m² Büro- und Technikflächen in ihrem Industriegebiet „Erfurter Kreuz“ zur Verfügung. „Die Etablierung des BITC ist ein Baustein im Rahmen unseres zukunftsorientierten Ansatzes, Produktion und Forschung am Standort zu vernetzen“, resümiert LEG-Geschäftsführer Andreas Krey. „Diese strategische Ausrichtung mit dem entsprechenden Commitment der Landesregierung war mit ein Grund für die positive Ansiedlungsentscheidung von CATL.“(hw)