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Elektrisch mobil dank Intelligenz aus der Cloud

sMobiliTy-Konferenz stellte am 24.09.2015 in Erfurt Projektergebnisse vor

(Erfurt/Thüringen) Die zehn Akteure des sMobiliTy-Konsortiums aus Thüringen und Sachsen stellten auf ihrer ganztägigen Ergebniskonferenz am 24. September 2015 in Erfurt die Ergebnisse aus Forschung, Herstellung und von den Feldtests der beiden Demonstratoren Smart Mobility Power Management und Smart Mobility City Erfurt vor. "Wir haben mit unseren Demonstratoren die technischen Voraussetzungen geschaffen, mit denen zukünftig Fahrer, Fahrzeug, Fahrbahn und Energienetz miteinander kommunizieren", sagt Frank Schnellhardt von der INNOMAN GmbH, Ilmenau, als Konsortialführer zum Projekt. In den vergangenen sechs Monaten beteiligten sich 33 Unternehmen sowie Privatnutzer mit insgesamt 76 Elektrofahrzeugen an diesen Funktions- und Bewährungstests.

Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbandes eMobilität e. V. schätzte ein: "Die Zeit ist reif: Elektrobobilität muss jetzt in Flotten und Fuhrparks sichtbar werden!"

"Elektromobilität bleibt ein industrie- und energiepolitisches Schlüsselthema für Thüringen. Deshalb nehmen wir für die nächsten beiden Jahre zur Förderung der Elektromobilität rund 1,4 Millionen EURO in die Hand", sagte Staatssekretär Markus Hoppe anlässlich der Ergebniskonferenz sMobiliTy (Smart Mobility Thüringen). Mit dem Förderprogramm Elektromobilität unterstützt die Landesregierung den notwendigen Strukturwandel in der Automobilbranche und will damit auch einen Beitrag zur Energiewende leisten. Für die diesjährige Förderrunde können noch bis zum 30. September innovative und nachhaltige Konzepte zur Einführung oder Erprobung elektromobiler Lösungen in Thüringen eingereicht werden. Im  Doppelhaushalt 2016/17 plant das Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium in den nächsten beiden Jahren insgesamt 1,4 Millionen an Fördermitteln für die Elektromobilität ein.

Mit dem Forschungsprojekt sMobiliTy (Smart Mobility Thüringen) wurden in den vergangenen drei Jahren die dafür nötigen Infrastrukturen entwickelt, mit ihnen eine Feldtestumgebung in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt geschaffen und Praxistests ausgeführt. Im thüringisch-sächsischen Konsortium waren mit Energiedienstleistern, IT-und Elektronikspezialisten, Forschungseinrichtungen sowie der Stadt Erfurt die nötigen Akteure aus Forschung und Entwicklung, Fertigung und kommunaler Verwaltung vertreten, um ein funktionierendes und verallgemeinerbares Beispiel erfolgreich zu entwickeln.

Der im Altenburger Land/Ostthüringen durchgeführte Feldversuch für das Smart Mobility Power Management erprobte das gesteuerte Laden von Elektrofahrzeugen. Die intelligente Autostrombox erstellte hierbei ein Ladeprofil aus den Vorgaben des Nutzers zum nächsten Einsatzzeitpunkt, dem Ladeverhalten des Fahrzeugtyps, den optimalen, verfügbaren Energieangeboten sowie der Situation im Energienetz und führte dieses aus.

Mit dem Demonstrator Smart Mobility City Erfurt  wurde die möglichst effiziente Nutzung von Elektrofahrzeugen im Stadtgebiet der Landeshauptstadt Erfurt erprobt. Hierbei flossen in einem Fahrerinformationssystem Daten aus dem Elektrofahrzeug, dem städtischen Verkehrsmanagementsystem (Behinderungen/Staus, Baustellen, Parkmöglichkeiten, Abfahrtszeiten Straßenbahn/Bus) und der öffentlichen Ladeinfrastruktur zusammen. Die Daten liegen in Städten und Gemeinden zum Teil bereits vor, neue Daten wurden über ein ebenfalls entwickeltes drahtloses Sensornetzwerk  und deren Sensoren direkt in der Straße neu gewonnen.

Das Projektvolumen betrug knapp 10 Millionen Euro, die aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums im Rahmen des Technologiewettbewerbes "IKT für Elektromobilität II"  und dem Eigenanteil der Projektpartner stammten.

Mit sMobiliTy steht nun eine sogenannte Cloud-Systemarchitektur zum Einsatz in Großstädten und Ballungsräumen bereit. Informationen können von den Teilnehmern in der Cloud selektiert, verarbeitet und gezielt ausgetauscht werden.

Die Ergebnisse insbesondere der Verkehrsdatenerfassung über drahtlose Sensornetzwerke und interaktiven Lenkung von Verkehrsströmen sind dabei nicht nur auf Elektrofahrzeuge anwendbar. Sie werden zukünftig einen fließenden Innenstadtverkehr ermöglichen.

Breiten Raum nahmen am Nachmittag der Konferenz die Diskussionen in den sogenannten "Flüstergruppen" ein. Hier tauschten sich Experten im Detail zu den Ergebnissen der Themenfelder aus.

Das Interesse am Einsatz von Elektromobilen über ein für private Nutzer ebenso wie für Flottenmanager komfortables und ökonomisches Nutzen und Betreiben von Elektromobilen zu stärken, dafür bedarf es intelligenter Systeme. Sie sammeln die verschiedensten Daten zur Fahrtroute, zu der dafür relevanten Verkehrssituation, zum individuellen Fahrverhalten des Nutzers, zu Ladezustand der Fahrzeugbatterie und Verfügbarkeit von kostengünstigem Ladestrom. Nach der Auswertung in Echtzeit stellt das cloud-basierte System diese dem Fahrer in Form von angepassten Navigationshinweisen und eine automatischen Steuerung für ein kostengünstiges Laden zu Hause zur Verfügung. Bereits die Feldtests beweisen Nutzungssicherheit, Zuverlässigkeit sowie Vorteile bei den Betriebskosten und liefern damit unwiderlegbare Argumente, welche die teilweise existierenden Vorurteile entkräften.

Ihr Ansprechpartner:

Frank Schnellhardt, Geschäftsführer des Konsortialführers
INNOMAN GmbH
Telefon: 03677 - 46848-9;
E-Mail: schnellhardt(at)innoman.de
Web: www.smobility.net

Quelle: Pressemitteilung Konsortium smobility, www.smobility.net

Pressesprecher der LEG

Dr. Holger Wiemers

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