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Wertvolle Flächen unter Naturschutz bleiben dauerhaft beim Land

LEG Thüringen überträgt ehemals militärisch genutzte Areale an das Infrastrukturministerium / Erfolgreicher Abschluss nach fast 20 Jahren Sanierung

Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft und Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen, besiegeln die vertragliche Flächenübergabe mit einem Handschlag. Quelle: LEG Thüringen

ERFURT _ Früher militärisch genutzte Flächen, welche die LEG Thüringen im Auftrag des Freistaats saniert und verwaltet hat, werden jetzt an das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (TMIL) übertragen. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten am Montag, 30. März 2015, in Erfurt Birgit Keller, Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft, sowie Andreas Krey, Geschäftsführer der LEG Thüringen. Bei den übertragenen Liegenschaften handelt es sich um Areale, welche die LEG umfassend saniert hat und die aus Gründen des Naturschutzes und der teilweisen Nutzung für den Tourismus nicht an Dritte vermarktet werden, sondern im Eigentum des Freistaats verbleiben sollen. Ihre Gesamtfläche beträgt knapp 1.734 Hektar; davon entfallen fast 1.700 Hektar auf den ehemaligen Truppenübungsplatz Eisenach-Kindel, heutiges Teilgebiet im Nationalpark Hainich. Zwei weitere, deutlich kleinere Flächen, die ebenfalls übertragen werden, befinden sich an den Standorten Steinheid-Kieferleskopf und Altenburg-Nobitz (Leinawald).

„Seit dem Abzug der russischen Truppen Anfang der neunziger Jahre sanieren, verwalten und vermarkten wir über hundert ehemals militärisch genutzte Flächen in ganz Thüringen“, erläuterte Andreas Krey bei der Vertragsunterzeichnung. „Das Gebiet im Nationalpark ist allerdings schon aufgrund seiner Größe eine Besonderheit für die LEG.“ Im Jahr 1997 wurden die Flächen, die vor allem für Schieß-Übungen genutzt wurden, Teil des Nationalparks Hainich. Seitdem ist auch die Landesgesellschaft vor Ort: „Wo einst Panzer rollten, ist heute ein Kleinod unberührter Natur – das ist das Ergebnis von fast 20 Jahren Munitionsberäumung und Geländesanierung“, so Andreas Krey weiter. „Heute übergeben wir also nicht nur renaturierte Flächen, wir schließen auch ein großes Kapitel unserer Arbeit und freuen uns, dass wir diese wertvollen Areale für die Zukunft aufbereiten konnten.“

Die Landwirtschaftsministerin Birgit Keller ergänzt: „Sanierung und Entwicklung von Militärflächen helfen, unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen und dem Flächenverbrauch entgegenzuwirken – hier treffen Landesentwicklung und Naturschutz erfolgreich zusammen. Die großen Flächen des Kindel sind eine wichtige Erweiterung des Nationalparks Hainich. Sie  können sich zukünftig ohne menschliche Einflüsse gemäß ihrer natürlichen Dynamik weiterentwickeln. Damit wird der Hainich als touristisches Aushängeschild weiter gestärkt.“


Die Übertragung erfolgt aus dem sogenannten Sondervermögen „WGT-Liegenschaften Thüringen“ an das Land. WGT steht für die Bezeichnung „Westgruppe der Truppen“. Eine Werterstattung erfolgt nicht, da es sich um keine Veräußerung handelt. Mit dem Vertragsabschluss bleiben die Naturschutzgebiete dem Freistaat dauerhaft erhalten und können durch das Ministerium weiter verwaltet werden. Vorangegangen waren der Vereinbarung Verhandlungen zwischen der LEG, dem früheren Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umweltschutz und Naturschutz (TMLFUN) und dem TMIL. Beschlossen wurde die Übertragung im vergangenen Jahr durch die Interministerielle Arbeitsgruppe zum Sondervermögen (IMAG), der unter anderem das Wirtschafts-, das Finanz- und das Infrastrukturressort angehören.

Mehr Informationen unter: http://www.standortmanagement-thueringen.de/ueber-uns/kompetenzfelder/

Pressesprecher der LEG

Dr. Holger Wiemers

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