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Branchentalk und Mitteldeutscher Ernährungsgipfel

Ministerpräsident Bodo Ramelow trifft sich mit Unternehmern der Thüringer Ernährungswirtschaft zum Branchentalk – Innovatives Energieprojekt vorgestellt –Fachtagung zu Trends der Ernährungswirtschaft am 27. Oktober in Erfurt

Bereits zum dritten Mal lud der Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V. heute seine Mitglieder zum Branchentalk. Einmal im Jahr sollen die Unternehmer die Gelegenheit haben, Fragen, Probleme und aktuelle Themen in einem vertraulichen und branchenbezogenen Kreis direkt an das Landesoberhaupt zu adressieren. "Ich bin dieser Einladung sehr gern gefolgt", sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow zum Auftakt. "Schließlich ist die Ernährungsindustrie seit Jahren einer der stärksten Wirtschaftszweige im Freistaat. Die hervorragende Thüringer Genussvielfalt, die nicht nur, aber in großen Teilen der Vielzahl an umtriebigen mittelständischen Betrieben im Freistaat zu verdanken ist, muss unbedingt erhalten bleiben und auch weiterhin über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht werden. Hierfür bedarf es der Unterstützung auch seitens der Politik."

Dass die aktuelle wirtschaftspolitische Situation jedoch vielen Unternehmen zu schaffen macht, wurde im Gespräch schnell deutlich. Neben dem Mindestlohn, der auf Arbeitgeberseite natürlich eine finanzielle Mehrbelastung mit sich bringt, befeuerte u.a. die aktuelle Gesetzesvorlage zur Einführung eines sogenannten "Wassercents" die Diskussion. "Die Thüringer Ernährungswirtschaft ist zur Erhaltung ihrer Wirtschaftlichkeit und aufgrund zahlreicher Hygienestandards auf beträchtliche Mengen an Wasser angewiesen", erklärte Thomas Heß, Geschäftsführer der Thüringer Waldquell Mineralbrunnen GmbH. "Eine Besteuerung der Wasserentnahme stellt einen deutlichen Wettbewerbsnachteil zu den Discountstrukturen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel dar. Zudem wird dadurch der gerade vollzogene Aufschwung in Bezug auf Wachstum und Entwicklung der Branche wieder eingebremst", spricht Heß stellvertretend für die mehr als 20 anwesenden Unternehmen. Bereits im Jahr 2012 kämpfte das Thüringer Ernährungsnetzwerk gemeinsam mit anderen Branchenvertretungen erfolgreich gegen den Vorstoß der damaligen Landesregierung, eine Wasserentnahmeabgabegebühr einzuführen.

Für weitere Diskussionen sorgten der vor wenigen Wochen verabschiedete Bildungsurlaub und die aus Sicht der Unternehmen wirtschaftsfremde Apparatur der Fördermittelbürokratie.

Im Vorfeld des Branchentalks war für den Ministerpräsidenten und die Mitglieder des Thüringer Ernährungsnetzwerkes Zeit und Raum gegeben, das energetische Herz des Gastgeberunternehmens Zitzmann zu besichtigen: die firmeneigene Energiezentrale. Im Oktober 2013 hat das Familienunternehmen dieses in Europa bisher wohl einzigartige und hoch innovative Objekt in Betrieb genommen. Seit Fertigstellung ist der Betrieb in der Lage, sich völlig autark mit elektrischer und thermischer Energie zu versorgen, und zwar CO2-neutral. Die Grundlage dafür ist die Nutzung von Waldrestholz (nachwachsender Rohstoff) in Form von Holzhackschnitzeln aus dem eigenen Besitz im Thüringer Wald. Über die Verbrennung der Holzhackschnitzel werden ein Wärmedampfkessel sowie zwei Blockheizkraftwerke zur Strom- bzw. Wärmeerzeugung betrieben. Über eine Absorptionsanlage wird zusätzlich Heißwasser in Kälte umgewandelt. Mit diesem Beitrag zur so genannten Energiewende sollen langfristig die Kosten sinken, die Arbeitsplätze für die Mitarbeiter und der Standort des Unternehmens gesichert werden.

Rund um "Innovation" dreht sich auch alles beim Mitteldeutschen Ernährungsgipfel am 27. Oktober 2015 in Erfurt, auf den Karin Finger hinwies, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Thüringer Ernährungsnetzwerkes e.V. Unter dem Thema "Heute Zukunft, morgen Realität. Wie kann die Ernährungsbranche im stetigen Wandel erfolgreich sein?" werden den Teilnehmern impulsgebende Vorträge aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Handel geboten.

Neben der Trendforscherin Karin Tischer, food & more Kaarst, zählt auch Stefan Rauschen, Geschäftsführer Zentraleinkauf Food Frische der Kaufland Warenhandel GmbH & Co. KG zu den Referenten sowie Joosten Brüggemann, Geschäftsführer der Bünting E-Commerce GmbH & Co. KG, die den Online-Supermarkt "MyTime" betreibt. Als Vertreter der mitteldeutschen Ernährungswirtschaft werden Dieter Gorzki, Geschäftsführer der frischli Milchwerk Weißenfels GmbH und Peter O. Claußen, Direktor Unternehmenskommunikation der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH vertreten sein. "Wir wollen nicht nur die Trends in der Ernährungsindustrie beleuchten, sondern auch Best-Practice-Beispiele aus der Wirtschaft und dem Handel vorstellen" betonte Karin Finger. "Darüber hinaus soll ebenfalls das innovative Potenzial der Ernährungswirtschaft in den drei Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen hervorgehoben werden". Zu diesem Themenschwerpunkt werden erste Ergebnisse einer Umfrage des neu gegründeten Kompetenzclusters für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) vorgestellt.

Das vollständige Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung findet man unter: www.mitteldeutscher-ernaehrungsgipfel.de

Kontakt:
Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V.
Naumburger Straße 98, 07743 Jena 
Telefon: 03641 683 126 , Telefax: 03641 683 143
Mobil: 0157 850 734 78
E-Mail: info(at)th-ern.net

Quelle: Pressemitteilung Thüringer Ernährungsnetzwerk e.V., www.th-ern.net

Pressesprecher der LEG

Dr. Holger Wiemers

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